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Montag, 13. April 2026, 18:00 - 19:30

Hop on, hop off – gestern Barcelona, heute New York?

Politische Leuchttürme und ihre Schattenseiten im Zeitalter der Hyperpolitik

Wir leben im Zeitalter der Hyperpolitik – einem Zeitalter extremer Politiserung ohne politische Folgen. Es ist ein Zeitalter, in dem Bestrebungen, die über die kurzfristige Mobilisierung von Protest hinausreichen, rar sind, und in dem es an nachhaltigen linken Strukturen und Akteuren fehlt, die die dicken Bretter institutioneller Veränderungen bohren.

In solchen Zeiten spenden linke politische Leuchttürme wie der neue Munizipalismus in Barcelona oder das Projekt des neuen New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani große Hoffnung. Linke Leuchttürme sind real existierende Alternativen, die im Lokalen wurzeln und statt auf abstrakte Ideale auf die konkrete Veränderung des Alltags zielen, ohne – so der Anspruch – die großen Linien einer gerechten Gesellschaft aus dem Blick zu verlieren.

Auch wenn es angesichts der düsteren Zeiten kontraintuitiv erscheinen mag, ausgerechnet diese Leuchttürme und ihre Strahlkraft kritisch in den Blick zu nehmen, möchten wir in dieser Veranstaltung genau das tun. Am Beispiel des neuen Munizipalismus in Barcelona diskutieren wir, warum aus vielen Leuchtturmprojekten so wenig gelernt wird und warum sie andernorts oft sogar demobilisierend wirken.

Input: Prof. Dr. Silke van Dyk (Universität Jena)

Moderation: Prof. Dr. Johannes Angermuller (ISM Kuratorium)

Silke van Dyk ist Professorin für Politische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Sprecherin des DFG-Sonderforschungsbereichs „Strukturwandel des Eigentums“

Johannes Angermuller ist Professor of Discourse an der Open University (Milton Keynes/UK).

Die Veranstaltung findet digital auf Zoom statt.

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