Leitbilder auf dem Weg aus der neoliberalen Sackgasse

Schriftenreihe Denkanstöße

30.04.2010
Birgit Mahnkopf
Trotz der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ist die neoliberale Ideologie nach wie vor gesellschaftlich fest verankert. Angesichts dieses Umgangs mit der Krise muss sich die politische Linke der Frage stellen, wie sie die Macht der Neoliberalen in Wirtschaft und Politik ernsthaft herauszufordern gedenkt. Fest steht, dass dabei die „Macht der Ideen", die den Siegeszug der Neoliberalen zum Erfolg geführt haben, durch nicht minder mutige Utopien gebrochen werden muss. Dies gilt für das Paradigma des Wettbewerbs und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ebenso wie für die Fixierung auf Steigerung von Effizienz und Produktivität. Beide Paradigmen müssen entzaubert und durch zukunftstaugliche Alternativkonzepte ersetzt werden. Für den Protektionismus gilt hingegen, dass dieser entdämonisiert werden und neue Bedeutungsinhalte erhalten müsste. Und für das Wachstumsparadigma steht nichts Geringeres auf der Tagesordnung als der unvermeidliche Versuch, ein zukunftstaugliches Gegenmodell gesellschaftlicher Produktion und Verteilung zu entwickeln und durchzusetzen. Dieser Artikel bietet erste Impulse für diesen anstehenden Paradigmenwechsel.