Kuratorium

Annelie Buntenbach

Annelie Buntenbach ist seit 2006 Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands und seit 2005 Mitglied des wissenschaftlichen Beirates von Attac. Von 1994 bis 2002 war Buntenbach Mitglied des Deutschen Bundestages für Bündnis90/ Die Grünen und von 2002 bis 2006 Leiterin der Abteilung Solzialpolitik beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt.

Katja Dörner

Katja Dörner ist Politikwissenschaftlerin, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags und dort Kinder- und Familienpolitische Sprecherin der grünen Fraktion. Von 2006-2010 war sie Mitglied im Landesvorstand der nordrhein-westfälischen Grünen und hat sich neben der Familienpolitik intensiv mit bildungspolitischen Fragestellungen befasst.

„Antrieb für mein politisches Engagement sind Freiheit und Selbstbestimmung in Verbindung mit Solidarität und Gemeinschaft. Auf der Suche nach Ideen, wie man diese Bedürfnisse durch die richtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen befördern kann, befinde ich mich jetzt seit grob zwei Jahrzehnten - und das Institut Solidarische Moderne ist eine tolle Gelegenheit, mit vielen anderen weiter darüber nachzudenken."

Rudolf Dressler

Rudolf Dreßler war Mitglied des Deutschen Bundestages (von 1980 bis 2000), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, sowie deutscher Botschafter in Israel. Von 1984 bis 2000 war er außerdem Mitglied im SPD-Parteivorstand und von 1990 bis 2000 im SPD-Präsidium.

Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano

Andreas Fischer-Lescano ist Professor für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht und Rechtstheorie am Fachbereich Rechtswissenscchaft der Universität Bremen. Er ist Direktor des Zentrums für Europäische Rechtspolitik und beschäftigt sich seit langem mit rechtspolitischen Fragen gesellschaftlicher Umverteilung im Prozess der Transnationalisierung.

"Die soziale Frage kann nicht länger unter Hinweis auf die Umverteilungssysteme des Sozialstaates beantwortet werden, sondern erfordert Lösungen, die über den nationalen Tellerrand reichen. Das Institut Solidarische Moderne verbindet in innovativer Form rechtspolitische und wissenschaftliche Arbeitsformen, die als konkrete Interventionen in gesellschaftliche Debatten wirksame Anstöße geben können."

Susanne Karawanskij

Susanne Karawanskij ist Politik- und Kulturwissenschaftlerin. Am Institut für Politikwissenschaft in Leipzig ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin im EU geförderten Projekt RYPP zur staatlichen Reaktion auf Rechtsradikalismus in Deutschland und Schweden tätig. Gegenwärtig arbeitet sie an ihrer Promotion zu Identitätskonstruktionen in postkommunistischen Gesellschaften.

Sven-Christian Kindler

"Es ist Zeit für einen neuen Politikentwurf. Nicht nur die seit Jahrzehnten schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise im Kapitalismus, sondern auch der fortschreitende Klimawandel, der rasante Verlust der Biodiversität und über eine Milliarde hungernde Menschen machen klar, dass das real existierende neoliberale Wirtschaftssystem in Theorie und Praxis versagt hat. So kann und darf es nicht weitergehen! Konstruktiv, solidarisch und kritisch wollen wir mit unterschiedlichen AkteurInnen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Parteien im Institut der Solidarischen Moderne einen Gegenentwurf zum Neoliberalismus erarbeiten."

Damian Ludewig

Damian Ludewig ist Geschäftsführer des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS). Er vertritt das FÖS und den Deutschen Naturschutzring (DNR) im Sprecherrat der Klima-Allianz. Von 2004 bis 2008 war er Jugendvertreter im Präsidium des DNR. Vor seiner Tätigkeit als FÖS-Geschäftsführer arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für zwei Bundestagsabgeordnete. Beim FÖS beschäftigt er sich insbesondere mit der Ökologisierung des Steuer- und Abgabensystems in Deutschland.

"Das Institut Solidarische Moderne führt Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen und bietet Raum für unvoreingenommene Diskussionen - ein spannender Rahmen um politische Konzepte zu entwickeln, die sowohl ökologische, soziale als auch ökonomische Herausforderungen aufgreifen."

Prof. Dr. Birgit Mahnkopf

Birgit Mahnkopf ist Professorin für Europäische Gesellschaftspolitik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und arbeitet über soziale, ökologische und politische Dimensionen der Globalisierung, die Politische Ökonomie der europäischen Integration, Arbeit und die Rolle der Gewerkschaften in der formellen und in der informellen Ökonomie.

"Ich engagiere mich im Institut Solidarische Moderne, weil der dringend notwendige sozio-ökonomische Wandel des Systems nur dann eine Chance hat, wenn alle linken Kräfte gemeinsam an tragfähigen gesellschaftlichen Alternativen arbeiten und ihre Divergenzen hintenan stellen".

Lukas Oberndorfer

Lukas Oberndorfer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung EU & Internationales der Arbeiterkammer (gesetzliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer_innen in Österreich) und des juridikum (zeitschrift für kritik|recht|gesellschaft). Er arbeitet zu einer kritischen Theorie & Empirie der europäischen Integration, des Europarechts und der industriellen Beziehungen auf transnationaler Ebene.

„Eine wesentliche Stabilitätsressource des neoliberalen Projektes liegt darin, dass es sich über die räumliche Neuanordnung ausgewählter Politikfelder, tief in die europäischen Institutionen einschreiben konnte. Die Überwindung einer Fixierung auf den Nationalstaat ist daher eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg gegenhegemonialer Initiativen."
Dr. Katrin Mohr

Dr. Katrin Mohr

Dr. Katrin Mohr ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet als politische Sekretärin im Bereich Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik für den Vorstand der IG Metall. Zuvor war sie als Referentin und Koordinatorin im Bereich Sozialpolitik für DIE LINKE im Deutschen Bundestag tätig. Ihre Schwerpunktthemen sind Zukunftsfragen des Sozialstaats (insbesondere Rentenpolitik, Arbeitsmarktpolitik und die Absicherung neuer Erwerbsformen), international vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung und soziale Ungleichheit.

„Ein neuer Sozialstaat, der soziale Risiken auch unter veränderten Rahmenbedingungen umfassend und solidarisch absichert, Reichtum umverteilt und eine gute soziale Infrastruktur für alle schafft, ist nur in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien, Verbänden und sozialen Bewegungen möglich. Das ISM ist eine Plattform, auf der ein solches Bündnis (weiter) entwickelt werden kann.“

Prof. Dr. Chantal Mouffe

Chantal Mouffe ist Professorin für Politische Theorie an der Universität Westminster. Sie veröffentlichte 1985 gemeinsam mit Ernesto Laclau das Buch "Hegemonie und radikale Demokratie", das zu den bedeutendsten Texten des Postmarxismus zählt. Zuletzt erschien von
ihr “Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion".

"Indem das Institut Solidarische Moderne einen Crossover-Prozess zwischen den verschiedenen linksgerichteten Parteien initiiert, kann es dazu beitragen, die Hegemonie der neoliberalen Globalisierung in Frage zu stellen [eigentlich zu schwach, "challenge" bedeutet immer auch etwas herausforderndes; es geht darum, aktiv etwas zu begegnen; bekämpfen wäre allerdings zu stark]. Der Erfolg eines derartigen Projektes würde nicht nur in Deutschland nachhaltig wirken, es könnte auch eine Vorbildfunktion für die gesamte linke Bewegung in Europa haben. Deshalb möchte ich an diesem Projekt beteiligt sein.

Astrid Rund

Astrid Rund ist in feministischen Netzwerken, sowie anderen sozialen und politischen Bewegungen u.a. gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus aktiv. Hauptberuflich arbeitet sie im Frauennotruf des Rhein-Hunsrück-Kreises, einer Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt. Sie gehört der internationalen feministischen Aktionsbewegung Marche mondiale des femmes an, die die Ursachen von Armut und Gewalt an Frauen bekämpft.

Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn

Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn ist habilitierter Wirtschaftswissenschaftler und seit 2008 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist rentenpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie im Petitionsausschuss. Er ist außerdem Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Netzwerks Grundeinkommens. Vor seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter arbeitete er an verschiedenen Universitäten, zuletzt vertrat er den Lehrstuhl für Labour Economics an der Goethe Universität Frankfurt. Als Wissenschaftler lag einer seiner Schwerpunkte in der empirischen Armutsforschung.

Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen

Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen, Historiker, seit 1982 in verschiedenen Funktionen beim DGB tätig, 2001 bis 2008 DGB Regionsvorsitzender der Region Köln, seit November 2008 Bereichsleiter Politik und Planung in der ver.di Bundesverwaltung Ressort 1. Schwerpunkte: Arbeits- Sozial- und Gesellschaftspolitik, Dienstleistungspolitik für Gute Arbeit, Verhältnis Gewerkschaften und Parteien, Geschichte der Arbeiterbewegung.

Barbara Unmüßig

Barbara Unmüßig ist Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie verantwortet die Strategie und Programmentwicklung für die internationale Arbeit der Stiftung in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen und Mittleren Osten sowie für das Gunda-Werner-Institut für
Feminismus und Geschlechterdemokratie. Leitmaxime ihrer politischen Arbeit ist globale soziale und ökologische Gerechtigkeit. Klima- und Energiepolitik, Menschenrechts- und Geschlechterpolitik sowie Demokratiepolitik und Krisenprävention bilden seit vielen Jahren die Schwerpunkte ihrer internationalen Arbeit.

„Der Kampf gegen globale Ungerechtigkeit und ökologische Zerstörung braucht widerständige Menschen, politische Analysen und Einmischung. Und er bedarf auch alternativer Politikansätze und Lösungen, neuer Allianzen und Netzwerke. Genau hier setzt die Arbeit des Instituts für Solidarische Moderne an, hier liegen seine Potenziale. Sie zu schöpfen, dazu trage ich gerne mit meinen Netzwerken bei.“

Dr. Hans-Jürgen Urban

Hans-Jürgen Urban ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und dort zuständig für die Felder der gesellschaftlichen Sozialpolitik sowie der betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzpolitik. Themenfelder der Publikationen sind insbesondere Fragen der Sozialstaats- und Gewerkschaftsentwicklung sowie der Zukunft der Linken.

„Ich engagiere mich im Institut Solidarische Moderne, weil den gegenwärtig dominierenden Gesellschafts- und Politikentwürfen grundlegende Alternativen gegenübergestellt werden müssen, und weil die Linke dazu noch viel konzeptionelle und strategische Arbeit zu leisten hat. Das Institut Solidarische Moderne kann ein Ort sein, zu dieser Arbeit über innerlinke Grenzen hinweg beizutragen."

Dr. Ludger Volmer

Ludger Volmer hat 1979 die Grünen mitgegründet und hat diese von 1983 bis 2005 als Bundestagsabgeordneter, Fraktionsvorsitzender, Parteivorsitzender und Staatsminister repräsentiert. Heute ist er Dozent für Außen- und Friedenspolitik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und selbständiger (Unternehmens-)berater für internationale Beziehungen.

"Nach der Veröffentlichung meines Buchs zur Geschichte der Grünen wurde ich oft nach der Zukunft gefragt. Meine Antwort: Die Hegemonie von Neokonservatismus und Neoliberalismus und die Zersplitterung der politischen Linken in drei verfeindete Parteien darf nicht das Ende der Geschichte sein. Deshalb mache ich beim Institutu Solidarische Moderne mit."

Dr. Wolfgang Wodarg

MdB von 1994 bis 2009, Mitglied im Gesundheits- und im Entwicklungsausschuss, Initiator der Enqêtekommission "Recht und Ethik der modernen Medizin", Jetzt: Ehrenmitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Arzt, Hochschullehrer (Universität Flensburg), Ehrenmitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Vorstandsmitglied von Transparency International Deutschland, ASG-Bundesvorstand; Schwerpunktthemen: Soziale Sicherung und Gesundheit, Public Health, Umweltmedizin, Biotechnologie, Forschung und Ethik, Gewaltökonomien, Menschenrechte, Demokratie-Entwicklung.

"Wir brauchen keinen Gesundheitsmarkt, der Seuchen erfindet und aus Krankheit Profit schlägt, keine privaten Militärfirmen, die vom Konfliktherden leben. Öffentliche Daseinsvorsorge muss den Schutz vor Gewalt, Not, Krankheit, und Ausgrenzung so gut organisieren, dass mit Hilflosigkeit keine Geschäfte zu machen sind. Subsidiarität ist dabei ein wichtiges Prinzip. Subsidiarität läßt den Menschen ihre Würde. Sie global zu denken und zu wagen, erscheint mir für nachhaltige soziale Gemeinschaften unverzichtbar."