8. März 2021, 18:00 - 19:30

150 Jahre Widerstand gegen Paragraf 218: Für das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung

ISM-Forum am 8. März 2021 um 18 Uhr

ISM-Forum 8. März
Grafik der Kampagne für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen


Seit 1871 stellte der Paragraf 218 des Strafgesetzbuches Abtreibungen grundsätzlich unter Strafe. Und auch aktuell – 150 Jahre danach – ist ein Schwangerschaftsabbruch nur in bestimmten Situationen straffrei. Außerdem müssen die Frauen in der Regel selbst für die Kosten aufkommen.

Der Kampf der Ärztin Kristina Hähnel um die Möglichkeit der Veröffentlichung wichtiger Informationen über einen Schwangerschaftsabbruch oder die Kriminalisierung von Aktivist*innen gegen den sogenannten „Marsch für das Leben“ sind ganz aktuelle Beispiele für die Heftigkeit eines von rechten und konservativen Kreisen geführten Kampfes gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen. Dass diese antifeministische Strategie und dieser rechte Kulturkampf nicht nur situationsspezifisch für Frauen gefährlich ist, sondern als Angriff auf die gesamte Demokratie zu verstehen ist, zeigt der Blick in unser Nachbarland Polen.    

Wir diskutieren in diesem Forum folgende Fragen: Wie sehen wirksame feministische Strategien für eine Abschaffung des Paragraf 218 und für die Stärkung der Selbstbestimmungsrechte von Frauen* aus? Welche Zusammenhänge sehen wir zwischen dem rechten Kulturkampf und dem Kampf für reproduktive Selbstbestimmung? Welche Möglichkeiten haben Politiker*innen, diese feministischen Kämpfe zu unterstützen?

Mit:

Cornelia Möhring ist frauenpolitische Sprecherin der Partei DIE LINKE und Mitglied des ISM-Vorstands.

Ulle Schauws ist seit 2013 frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Elisa Gutsche ist Vorsitzende des Vereins Perspektive Hoch Drei e.V. und Herausgeberin der FES-Studie "Triumph der Frauen: The Female Face of the Far and Populist Right in Europe". 

Urszula Bertin ist als Aktivistin bei Dziewuchy Berlin und Ciocia Basia organisiert. 

Sibylle Schreiber setzt sich als Geschäftsführerin von Pro Familia für die reproduktive Selbstbestimmung von Frauen ein.

Moderation: Esther Lehnert, Vorstandssprecherin Institut Solidarische Moderne und Vanessa Höse, Projektkoordinatorin Institut Solidarische Moderne

Zoom-Zugangslink für die Veranstaltung am 8. März um 18 Uhr

https://zoom.us/j/92084799191?pwd=YkdVMTBhNVRtR3FDenV5MTFpM1Z3dz09

Kenncode: 3101

Meeting-ID: 920 8479 9191

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