- ISM-Vorstand
Wann, wenn nicht jetzt?
Die Hoffnung in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern organisieren!
- Christian Ohde / imago images
Am Sonntag, dem 20. September 2026, haben die Menschen in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus und in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag gewählt.
In Berlin wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft und verfügt gemeinsam mit SPD und Grünen über 95 der 158 Sitze im Abgeordnetenhaus – eine komfortable Mehrheit für ein Bündnis unter Elif Eralp. In Mecklenburg-Vorpommern ist hingegen die AfD mit 38,2 Prozent stärkste Partei geworden, die SPD folgt mit 35,5 Prozent. Die bisherige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hätte mit 39 von 71 Sitzen trotzdem die Möglichkeit, mit einer rot-rot-grünen Mehrheit weiterzuregieren.
„Diese Wahlen zeigen, dass die gesellschaftliche Unsicherheit zwei sehr unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Auf der einen Seite sind Stimmengewinne bei der AfD Ausdruck eines sehnsuchtsvollen Blicks auf eine vermeintlich sicherere Vergangenheit. Auf der anderen Seite zeigen rot-rot-grüne Mehrheiten aber auch das starke Bedürfnis nach Hoffnung auf eine bessere Zukunft“, so ISM-Vorstandssprecher Jan Dieren von der SPD.
„Die Hoffnung auf eine solche Veränderung ist in diesen Tagen berechtigt. Während der Bundeskanzler in dieser Woche ganz erstaunt feststellt, dass es in Deutschland ein Gerechtigkeitsproblem gibt, sind sich SPD, Linke und Grüne längst einig: Unsere Zweiklassenmedizin hat keine Zukunft. Extreme Vermögen dürfen nicht länger unversteuert von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das, was der Kanzler gerade als Reformen verkaufen will, ist ein sozialer Kahlschlag gegen Kinder, Alleinerziehende und Menschen, die eh schon nicht wissen, wie sie ihren Supermarkteinkauf bezahlen sollen. Das muss aufgehalten werden“, bemerkt ISM-Vorstandssprecherin Karo Otte von den Grünen.
Damit diese Hoffnung auch real wird, braucht es nicht nur einen stärkeren Austausch zwischen den drei Parteien, sondern auch einen Austausch mit sozialen Bewegungen, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft. Denn eine solche Zukunft entsteht nicht von selbst. Sie muss erdacht, entwickelt und erprobt werden.
„Endlich ein Politikwechsel! Wenn wir den Aufstieg der Rechten stoppen wollen, braucht es progressive Mehrheiten und Regierungen, die zeigen, dass soziale Alternativen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern möglich sind. Jetzt besteht die Chance für Rot-Rot-Grün, das unter Beweis zu stellen. Diese Chance dürfen wir nicht verspielen“, so ISM-Vorstandssprecherin Caren Lay von der Linken.
Die Wahlentscheidungen der Menschen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern verpflichten die gesellschaftliche Linke also auch, eine solche Zukunft zu organisieren und dafür zusammenzuarbeiten.

