Das war der Gipfel!

Für globale Solidarität statt G20!

18.07.2017
solidarity summit

Von den Organisatorinnen und Organisatoren des solidarity-summit:

Am 5. + 6. Juli sind wir in Hamburg zum Gipfel für globale Solidarität zusammengekommen. Weit über 2000 politisch interessierte  und aktive Menschen besuchten die 11 Podien in der Kulturfabrik Kampnagel und die über 70 Workshops in der näheren Umgebung. Die Kampnagel-Fabrik wurde für zwei Tage ein Ort der intensiven Suche nach politischen Alternativen und gemeinsamer Lösungswege.  

Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Politiker*innen aus über 20 Ländern kritisierten die Politik der G20, sie benannten Alternativen und tauschten sich über Strategien zu ihrer Umsetzung aus. Getragen wurde der „Gipfel für globale Solidarität“ von einem breiten Bündnis aus 77 Organisationen und Initiativen.

Eindrücke und Diskussionen vom Alternativgipfel findet Ihr hier.

 

Bunter Protest für eine Politik globaler Solidarität

Der „Gipfel für globale Solidarität“ war ein Ort der vielstimmigen Debatte und Teil eines Dreiklangs, der am 7. Juli um Aktionen des zivilen Ungehorsam und am 8. Juli um die Großdemonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20“ mit 76.000 TeilnehmerInnen ergänzt wurde.

Etwa 70 Journalist*innen von Print, Hörfunk und TV aus dem In- und Ausland waren vor Ort. Sie berichteten über den Alternativgipfel und führten Interviews mit Referent*innen wie Teilnehmer*innen.

Einen aktuellen Pressespiegel findet Ihr hierHier findet ihr zudem unser Abschlussstatement vom 14.07.2017.

 

Eine andere Politik ist nötig, denn

  • Die G20 verteidigt ein System, das die soziale Ungleichheit auf die Spitze treibt, statt Politik zu machen gegen die Verelendung und den Hunger, für Gerechtigkeit und Wohlstand für alle weltweit.
  • Viele Regierungen der G20-Staaten beschneiden die Rechte der Beschäftigten, der Erwerbslosen und der kleinen Selbständigen und verschärfen so die Umverteilung von unten nach oben.
  • Wirtschaftswachstum ist ihnen wichtiger, als die globale Erwärmung und die Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen zu stoppen.
  • In Reaktion auf die Finanzkrise 2008 sollten innerhalb der G20 globale Regeln für eine stabile Finanzwirtschaft vereinbart werden, um diese in ihre Grenzen zu verweisen. Stattdessen ist der Finanzsektor immer weiter gewachsen. Dieser nimmt nun auch die Natur oder Infrastrukturen der öffentlichen Daseinsvorsorge als neue Kapitalanlagen in den Blick.
  • Viele G20-Regierungen billigen Waffenexporte, rüsten auf und führen Kriege, etwa in Afghanistan oder in Syrien – ja sogar gegen Teile der eigenen Bevölkerung, wie in der Türkei.
  • Die Politik der G20-Regierungen trägt zur Flucht und Migration von Millionen Menschen bei. Gleichzeitig machen viele dieser Regierungen die Grenzen dicht und nehmen so in Kauf, dass jedes Jahr Tausende Menschen sterben.
  • In vielen Staaten der G20 werden Grundrechte und Demokratie abgebaut. Menschen, die sich für soziale und ökologische Belange sowie Menschenrechte einsetzen, werden kriminalisiert.
  • Obwohl die G20 vorgibt, internationale Zusammenarbeit zu stärken, werden die UNO und ihre Fachorganisationen durch ihre Politik de facto geschwächt.