#1 »Bildung, Freiheit und Demokratie«

Workshopleitung: Prof. Dr. Johannes Angermüller

Dokumentiert

Workshop Session I 9.30 – 13.00 Uhr

Dieser Workshop widmet sich allgemeinen bildungstheoretischen Fragen wie z.B. der Frage von Freiheit vor dem Hintergrund der Umdefinition von Bildung im Sinne von unternehmerischer Eigenverantwortung bzw. als Investition in Humankapital. Freiheit wird und wurde in modernen Bildungsinstitutionen immer wieder als normatives Ideal zitiert. Bildung wird demnach als die selbsttätige Entdeckung von Wissen und die Entfaltung einer autonomen Persönlichkeit begriffen. Angesichts von Tendenzen der Privatisierung im Bildungssystem, der Prekarisierung von Bildungskarrieren und der Ökonomisierung des Bildungssystems wird Freiheit politisch neu aufgeladen. In diesem Workshop werden wir vor dem Hintergrund der zunehmend auch von links geäußerten Kritik an humanistischen Bildungsbegriffen die Frage stellen, in welchem Verhältnis Bildung und Freiheit stehen und welche emanzipatorischen Ansprüche an Bildung heute gestellt werden können.

Expert_innen:

1. Prof. Dr. Frank-Olaf Radtke (Erziehungswissenschaften Uni Frankfurt)
2. Hans Arold (Grundschullehrer, Königstein, Taunus)
3. Manuel Lautenbacher (SDS Mainz)
4. PD Dr. Eva Borst (Erziehungswissenschaft, Universität Mainz)

Biographien:

Johannes Angermüller ist Juniorprofessor für die Soziologie der Hochschule am Zentrum für Bildungs- und Hochschulforschung (ZBH) der Universität Mainz und Mitglied im Kuratorium des ISM.

Hans Arold ist Grundschullehrer in Frankfurt am Main, dort im Personalrat und Mitglied der GEW. Er ist außerdem Mitglied des ISM. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Pädagogik und alltagsrelevante Philosophie.

Manuel Lautenbacher ist gelernter Industrieelektroniker und studiert an der Uni Mainz Geschichte und Europäische Literatur im Bachelor of Arts. Er ist u.a. aktiv in der Verfassten Studierendenschaft, war als Mitglied des SDS Mainz Vorsitzender und
Hochschulpolitischer Referent des AStA der Uni Mainz und ist dort als Sozialpolitischer Referent tätig.

Eva Borst ist Hochschuldozentin am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Mainz mit den Schwerpunkten Theorie und Geschichte der Erziehung und Bildung, Anerkennungstheoretische Grundlagen von Erziehung und Bildung, Ökonomisierung von Bildung, Gender-Studies, Wissenschaftstheorie. Veröffentlichungen zum Thema: »Theorie der Bildung« Baltmannsweiler 2009, »Anerkennung der Anderen und das Problem des Unterschieds. Perspektiven einer kritischen Theorie der Bildung«, Baltmannsweiler 2003.