Das Projekt Solidarische Moderne
Schwerpunktthema: Solidarische Arbeitsverhältnisse
Die Gründung des Vereins Institut Solidarische Moderne hängt unmittelbar mit einer verbreiteten gesellschaftlichen Kritik des ebenso erschöpften wie „untoten“ neoliberalen Paradigmas zusammen. Um diese Kritik aus wissenschaftlicher Perspektive praktisch werden zu lassen, wird nun im Rahmen des ISM ein Projekt entwickelt, das sich die Erarbeitung von politischen Vorschlägen für eine Umgestaltung gesellschaftlicher Arbeitsverhältnisse im Sinne einer solidarischen Moderne zum Ziel setzt.
Gemäß dem Gründungsaufruf des Vereins Institut Solidarische Moderne, das noch zu Entwerfende gemeinsam denken zu wollen, wird im Rahmen des Projektes ein besonderer Ort des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik geschaffen. Jenseits gängiger (wissenschaftlicher) Politikberatung und im Gegensatz zu den Vorgehensweisen neoliberaler Think Tanks wird eine längerfristige, kritisch-dialogische Verständigung über ein wissenschaftlich fundiertes und politisch umsetzbares gesellschaftliches Reformprojekt angestrebt. Damit steht das Projekt für eine neue Form des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik.
Im Rahmen des Projekts sollen vier verschiedene Diskussionsgruppen (DG) in einem „Crossover-Verfahren“, angeleitet, moderiert und rückgekoppelt durch eine Moderationsgruppe, die Bedingungen einer gesellschaftlichen Realisierung „Solidarischer Arbeitsverhältnisse“ erkunden und daraus politische Gestaltungsoptionen entwickeln: Die DG „Wissenschaft“ (Wissenschaftler_innen unterschiedlicher Disziplinen und Arbeitsschwerpunkte), die DG „Politik“ (Akteure des politischen Entscheidungsprozesses), die DG „Historisches Gedächtnis“ (Kenner_innen vorangegangener wissenschaftlicher und politischer Debatten) sowie die DG „Grenzgänger_innen“ (Akteure des politischen Raums mit wissenschaftlichem Hintergrund). Eine fünfte Gruppe von externen Expertinnen und Experten wird punktuell am Diskussionsprozess beteiligt. Das Projekt ist auf die Dauer von zwei Jahren angelegt, in denen die Diskussionsgruppen in regelmäßigem Dialog stehen und dabei fünf Arbeitsphasen durchlaufen: 1. Verständnis erzielen, 2. Dialog herstellen, 3. Gestaltungsentwurf entwickeln, 4. Grenzgang zwischen Wissenschaft und Politik organisieren, 5. Umsetzungsstrategien erarbeiten. Dieser komplexe Prozess einer verständigungsorientierten, rückgekoppelten Diskussion bedarf einer wissenschaftlichen Organisation, einer professionellen Moderation und Koordination sowie einer abschließenden Dokumentation und Verbreitung.
