Protest gegen den LIT-Verlag

Über 200 Autorinnen und Autoren - auch aus Vorstand und Kuratorium des ISM - haben in einem offenen Brief dem Gründer und Leiter des LIT-Verlags, Dr. Wilhelm Hopf, ihre Zusammenarbeit aufgekündigt.

12.04.2018
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Hopf hatte Mitte März die "Erklärung 2018" unterzeichnet, die gegen die Bedrohung Deutschlands durch "illegale Masseneinwanderung" aufruft. „Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus haben in den Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen nichts zu suchen“, erklärt Johannes Angermuller, Professor für Diskursforschung an der Universität Warwick (UK), Kuratoriumssprecher des ISM und Mitinitiator des offenen Briefes. „Die LIT-AutorInnen und HerausgeberInnen kommen aus vielen Ländern und sind weltweit unterwegs. Allein unseren Brief haben Menschen, die in 12 verschiedenen Ländern leben oder sich dort niedergelassen haben, unterschrieben. Sie hegen keine Illusionen darüber, dass die ‘Erklärung 2018’ im Kontext der derzeitigen Institutionalisierung der extremen Rechten in Deutschland steht.“ Der Verleger hat mittlerweile seine Unterstützung der "Erklärung 2018" zurückgezogen.

Zur Unterschriftenaktion gegen die "Erklärung 2018" geht es hier: https://literklaerungmigration.wordpress.com