# 3 »Ökobonus: Ein Weg zu einer sozialen Ökosteuer?«

Workshopleitung: Dr. Ulrich Schachtschneider

Auch wenn wir alle Netze in öffentlicher Hand haben würden und wir alles selber erzeu-gen würden: Billige Energie ist eine Illusion. Energiewende bedeutet nicht nur technolo-gischen Wandel, sondern auch weniger Energiekonsum. Beides könnte beschleunigt werden durch eine Verteuerung von unerwünschtem Umweltverbrauch, Eine Ökosteuer birgt jedoch ein großes Dilemma: Ist sie zu niedrig, bewirkt sie nichts. Ist sie zu hoch, führt sie zur Verschärfung sozialer Ungleichheit. Das Prinzip Öko-Bonus versucht, die-sem Dilemma zu entgehen: Die Einnahmen aus der Besteuerung unerwünschter Um-weltnutzungen (z.B. das Emittieren von CO2) werden als Öko-Bonus an alle Bürger gleichmäßig zurückverteilt, ein ökologisches Grundeinkommen entsteht.
Im Workshop wollen wir mit ExpertInnen, die Texte zu dieser Idee veröffentlicht haben, ihren generellen Nutzen für eine solidarische Moderne sowie politische Realisierungs-chancen für erste Schritte diskutieren.

Unsere Leitfragen:

1.    Warum wäre das Prinzip Öko-Bonus ein Meilenstein bei der Durchsetzung der Energiewende bzw. für soziale Nachhaltigkeit?
2.    In welcher Weise/ auf welchen Anwendungsfeldern ließe sich das Prinzip Öko-Bonus innerhalb Deutschlands einführen, bevor es zu einer europawei-ten/weltweiten Einigung auf ein solches Prinzip kommt?
3.     Welche politischen (und anderen) Widerstände sind dabei zu erwarten und wie könnte damit umgegangen werden?

Expert_innen:

  1. Prof. Dr. Felix Ekardt
  2. Bettina Hennig
  3. Alwine Schreiber-Martens
  4. Dr. Gerhard Schick (angefragt)
  5. Damian Ludewig